Gastbeitrag von Hospitant Jonathan

Autor: Jonathan Schmidt
Gastbeitrag von Hospitant Jonathan


  

Damit ich rechtzeitig am Montagmorgen zum Camp bei der Buchbacher SMR-Arena erscheinen konnte, musste ich um halb vier Uhr morgens aufstehen und eine drei Stunden andauernde Zugfahrt auf mich nehmen. Doch für dieses interessante Trainingskonzept, das mich durch die YouTube-Videos von Camp-Leiter Michael Schöttner stark beeindruckt hat, nahm ich das gerne in Kauf.

Anfangs erschienen die Übungen so zu sein, wie bei einem ganz gewöhnlichen Fußball-Camp, doch Übungen wie die „liegende Acht“, einer simplen Technik-Übung (Ballführung), die beide Gehirnhäften trainiert und somit den Aufbau von Synapsen befördert, haben gezeigt, dass auch hier das ganzheitliche Trainingskonzept, das versucht, an allen „Fronten“ zu  arbeiten, umgesetzt wurde. Spezifische Neuro-Motorik-Tests wie der „Mann-Zeichen-Test“, welche dazu dienen sollten, individuelle Ungleichheiten und Ungereimtheiten in Haltung, Gleichgewichtssinn und räumlichem Vorstellungsvermögen zu erkennen, rundeten den ersten Trainingstag ab.

Natürlich wurden auch die Schwerpunkte Koordination und Technik besonders am nächsten Tag weiter vertieft, jedoch wurden an diesem Tag auch die mentale Leistung, wie z.B. räumliches Vorstellungsvermögen durch den „powerbrain“- oder „Tansley“-Test, der Spieler analysiert. Aufgrund der Hitze fand am Nachmittag in einer nahegelegenen Mehrzweckhalle mentale Trainingsformen wie „brainkinmoves“, wo beide Gehirnhälften stark beansprucht waren, zum Tragen. Anschließend wurde für jedes Kind ein individueller Bewertungsbogen mit einer Empfehlung, wie beispielsweise „Basictraining“ oder „Reflexintegrationstraining“ (kurz: RIT), von den Trainern erstellt.

Am Mittwoch zeigte mir Michael Schöttner von „smovey“ entwickelte Ringe, die sehr gut für das Aufwärmen, Fitnesstraining und Entspannen geeignet und somit auch im Training einsetzbar sind. Weiterhin wurde natürlich auch im koordinativen und technischen Bereich mit den Kindern gearbeitet, bevor dann die drei Auszeichnungen zum „Spieler des Camps“ und die Verabschiedung der Spieler im Fokus stand.

Insgesamt kann ich resümieren, dass dieses Camp nicht nur den Spielern und den Trainern Spaß und neue Erfahrungen eingebracht hat, sondern auch mir. Ich als Hospitant konnte sehr viele positive Eindrücke von der professionellen Arbeit des Teams rund um Michael Schöttner mit nach Hause nehmen. Ein Besuch in einem der vielen Camps lohnt sich immer wieder!

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